Physiotherapie (B.Sc.)
Prüfung zum Bachelor of Science (B.Sc.) im Studiengang Physiotherapie
- Abschluss
- Bachelor of Science (B.Sc.)
- Art
- Hochschul-Bachelor
- Studienform
- Fernstudium
- Credit-Points
- 180 ECTS
- Sprache
- Deutsch
- Studiendauer
- Vollzeit 18 · Teilzeit I 24 · Teilzeit II 36 Monate
- Studienablauf
- flexibel – kein fester Semestertakt
Kosten & Gebühren
- Gesamtkosten
- 8.256 €
- Ratenzahlung
- 24 × 344 €
- davon Prüfungsgebühr
- 2.299 €
- Ratenzahlung über 18 Monate (Vollzeit)
- 7.182 € (18 × 399 €)
- Ratenzahlung über 36 Monate (Teilzeit II)
- 9.324 € (36 × 259 €)
Die Anrechnung der Physiotherapie-Ausbildung (90 ECTS) senkt Studiendauer und Gesamtpreis gegenüber einem vollen Bachelor.
Die Graduierungsgebühr wird mit der Anmeldung zur Abschlussprüfung (Kolloquium) fällig.
Angaben ohne Gewähr. Preise und Konditionen können sich ändern – bitte prüfe die aktuellen Studiengebühren auf der Kursseite des Anbieters.
Überblick
Physiotherapie akademisiert sich – in vielen Ländern ist der Hochschulabschluss längst Standard, und auch hierzulande verschiebt sich das Berufsbild in Richtung mehr Eigenverantwortung und wissenschaftlicher Fundierung. Der Bachelor Physiotherapie richtet sich an ausgebildete Therapeut:innen, die genau da mitgehen wollen. Weil deine Ausbildung mit 90 ECTS angerechnet wird, wiederholst du nicht das Handwerk, sondern vertiefst und untermauerst es: Anatomie und Krankheitslehre auf Hochschulniveau, vor allem aber Clinical Reasoning, evidenzbasierte Praxis und Forschungsmethodik – das Rüstzeug, um Behandlungen zu begründen statt nur durchzuführen. Digitale Therapie und interprofessionelle Zusammenarbeit runden das Profil ab. Der staatlich anerkannte B.Sc. ist der Schlüssel zu dem, was mit der Berufsausbildung allein verschlossen bleibt: Master und Promotion, Leitungs- und Lehrfunktionen, Therapiewissenschaft.
Inhalte
- Grundlagen der Anatomie I und II
- Grundlagen der Physiologie
- Pathophysiologie, allgemeine Krankheitslehre
- Spezielle Krankheitslehre I und II
- Allgemeine Grundlagen physiotherapeutischen Handelns
- Physiotherapeutische Untersuchung und Befunderhebung
- Physiotherapeutische Behandlungstechniken
- Physikalische Therapie und Massagetechniken
- Grundlagen der Biomechanik, Trainingslehre und Trainingstherapie
- Erstellung eines Behandlungsplanes und Dokumentation
- Physiotherapie in der Inneren Medizin
- Physiotherapie in der Chirurgie und Orthopädie
- Physiotherapie in der Pädiatrie und Neurologie
- Physiotherapie in der Arbeitsmedizin, Psychiatrie und Geriatrie
- Clinical Reasoning
- Evidenzbasierte Praxis, quantitative und qualitative Forschungsmethoden
- Neuro- und Pathophysiologie in der Therapie
- Kommunikation, Coaching und Beratung in der Gesundheitsversorgung
- Digitale Medien und Technologien in Therapie und Pflege
- Interprofessionelle und kultursensible Zusammenarbeit im Gesundheitswesen
- Rahmenbedingungen des Gesundheitsmarktes
- Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten für Psychologie und Gesundheit
- Wahlpflichtbereiche A und B
- Bachelorarbeit
Karriere
Evidenzbasierte klinische Praxis
Clinical Reasoning und evidenzbasierte Praxis heben die tägliche Behandlung auf ein neues Niveau: Befunde systematisch bewerten, Therapieentscheidungen wissenschaftlich begründen und den eigenen Erfolg messbar machen – gefragt in spezialisierten Praxen und Kliniken.
Leitung und Therapiewissenschaft
Mit dem akademischen Grad öffnen sich Leitungsrollen in Praxen, Reha-Einrichtungen und Kliniken sowie Aufgaben in der Therapiewissenschaft – dort, wo Standards entwickelt und Qualität verantwortet werden.
Lehre, Forschung und Master
Der B.Sc. ist die Eintrittskarte in Lehre an Berufsfach- und Hochschulen, in die physiotherapeutische Forschung und in weiterführende Master – Wege, die einer rein berufsfachlichen Ausbildung verschlossen bleiben.
Zugangsvoraussetzungen
Abgeschlossene Ausbildung zum/zur Physiotherapeut:in gemäß PhysTh-APrV. Auf dieser Basis werden 90 ECTS anerkannt; der akademische Aufbau wird verkürzt studiert. Weitere Details regelt die Einschreibungs- und Anerkennungsordnung der Hochschule.
Was der B.Sc. ändert – und was nicht (die Berufserlaubnis)
Wichtig zur Einordnung: Deine Erlaubnis, als Physiotherapeut:in zu arbeiten, stammt aus deiner staatlich geregelten Ausbildung nach PhysTh-APrV – der Bachelor ersetzt oder erneuert sie nicht. Er ist eine akademische Aufwertung, kein zweiter Berufszugang. Was er verändert, ist alles, was oberhalb der reinen Berufsausübung liegt: die Fähigkeit, evidenzbasiert zu arbeiten und zu argumentieren, und der formale Grad, der Leitung, Lehre, Forschung und ein Masterstudium erst möglich macht. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Akademisierung des Berufs – Stichwort Direktzugang und Vollakademisierung, wie sie international längst üblich ist – ist das ein Schritt, der die eigene Position im Beruf spürbar stärkt.
Verwandte Studiengänge
Häufige Fragen
- Verändert der Bachelor meine Berufserlaubnis als Physiotherapeut:in?
- Nein. Die Berufserlaubnis kommt aus deiner Ausbildung nach PhysTh-APrV und bleibt unberührt. Der B.Sc. ist ein akademischer Aufbau, der dir höher qualifizierte Aufgaben und weiterführende Studien eröffnet – er ist kein neuer oder erweiterter Heilberuf-Zugang.
- Kann ich das Studium ohne abgeschlossene Physiotherapie-Ausbildung beginnen?
- Nein. Dieser Studiengang ist ein Aufbaustudium speziell für bereits ausgebildete Physiotherapeut:innen – die Ausbildung nach PhysTh-APrV ist die Zugangsvoraussetzung und liefert die 90 angerechneten ECTS. Wer noch keine Ausbildung hat, benötigt zunächst diese oder einen grundständigen (primärqualifizierenden) Studiengang.
- Was bringt mir der akademische Grad konkret im Berufsalltag?
- Zweierlei: die methodische Kompetenz, evidenzbasiert zu behandeln und zu begründen – zunehmend erwartet in spezialisierten Einrichtungen –, und den formalen Schlüssel zu Leitung, Lehre, Forschung und Master. Gerade mit Blick auf Direktzugangs-Modelle wächst der Wert eines Hochschulabschlusses im Beruf.
